Donnerstag, 3. August 2017

25.-26.07.2017: Etappe III-7 - zumindest fast (Goldberggruppe)

Blick zum Klagenfurter Jubiläumsweg
Der gestrige, so eher halb erfolgreiche Tag, und vor allem der Schnee, den er zurück gelassen hatte, ließen uns eine rasche Entscheidung fassen: heute geht einmal nix auf der Höhe. Zwar war es rund um die Hütte nur angezuckert, oben auf 3.000 Meter gab es aber doch genug Schnee, der eine ausgesetzte Kletterei eher nicht zum Vergnügen machte.

Aber auch wenn wir uns das technisch mit Steigeisen und/oder Sicherung zugetraut hätten, wäre der Klagenfurter Jubiläumsweg viel zu lange dafür. Dort muss man zügig vorankommen. Außerdem war das Wetter auch heute keinesfalls sicher - ein Gewitter braucht einen dort oben nicht erwischen. Somit wäre der Plan: Seilbahn ins Tal und Bus nach Heiligenblut. Wir hatten ja wie jeden Abend fix eine Unterkunft gebucht. Das werden wir wahrscheinlich das nächste Mal angesichts der zunehmenden Stornierungskosten nicht mehr machen - sorry Alpenverein. Aber entweder Anzahlung und bei Storno zurück oder eben keine Reservierung mehr.

Reiner Zucker am Morgen auf der Duisburger Hütte
Beim Abstieg zum Mölltaler Gletscherexpress
Franz, der Hüttenwirt der Duisburger Hütte, hatte schon alle Hände damit zu tun, für alle die Abreise mit dem Mölltaler Gletscherexpress zu organisieren. Die Hütte war nämlich trotz des schlechten Wetter ziemlich voll - viele haben hier vor dem Unwetter Zuflucht gesucht. Offenbar war in der Früh wegen des Wetters gar kein Betrieb angedacht. Dann hieß es, man würde bis 10 Fahren, quasi, um alle zum Berg hinunter zu bringen. Am Ende war aber dann ganz normaler Schibetrieb. Bei der Talstation erwartete uns schon ein siebensitziges Taxi, das wir uns mit anderen Hüttengästen organisiert hatten. Runter nach Flattach, dann mit dem Bus mit Umstieg im Mighty Busterminal Winklern im Mölltal nach Heiligenblut.
Klagenfurter Jubiläumswegs, rechts der Goldzechkopf (3.042 m)
Weiter über Hocharn (3.254 m), Krumleeskopf (3.101 m) und das Hintere Modereck (2.930 m)
Nach etwas Bummeln dann die gute Idee: Wetter halbwegs trocken, mit der Gondelbahn rauf auf's Heiligenbluter Schareck, dann gemütlicher Rundspaziergang über den Geotrail und das letzte Stück des Klagenfurter Jubiläumswegs zum Hochtor und hinunter zu unserer für heute gebuchten Unterkunft, dem Berggasthof Wallackhaus. So konnten wir immerhin einen guten Überblick über die Gratüberschreitung am Klagenfurter bekommen - die wird nämlich fix nachgeholt! Doch ein sehr netter Spaziergang, und man kann einiges über die Bedeutung der Gegend auch schon in prähistorischer Zeit erfahren. Über die Geologie sowieso. Das Wallackhaus wäre eine sehr nette Unterkunft mit gutem Essen und sogar SEHR gutem Frühstücksbuffet. Leider war die Sauna geschlossen, und mit dem leicht cholerischen Chef ist man dort auch nicht eben gesegnet. Aber traf uns nicht direkt.
Doch noch am Klagenfurter Jubiläumsweg
Blick vom Hochtour auf die Hochalpenstraße
Der folgende Mittwoch sei hier noch rasch angehängt: nachdem mit noch mehr unsicherem Wetter und noch mehr Neuschnee in der Glescherregion zu rechnen war, ließen wir den Zentralalpenweg für dieses Mal sein und disponierten die letzten Tage auf die Lienzer Dolomiten um, wo die Berge niedriger sind und das Wetter deutlich besser war. Ab ging's wieder mit Gondelbahn (Kärnten Card!) und Bus.

Eckdaten:
  • Etappe 7 (2 km), abgewandelt: Heiligenbluter Schareck (2.606 m) - Rossköpfl (2.590 m) - Hochtor (2.576 m) - Wallackhaus (2.304 m)
  • Nettogehzeit: ca. 1½ Stunden, sehr gemütlich

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