Mittwoch, 13. Juni 2018

#02AThru 2018: Der Plan

Los geht's wieder am wunderbaren
Tappenkarsee
Unglaublicherweise darf ich mir im Juli drei Wochen Auszeit von allem nehmen und das plane ich wieder mal einen alpinen Weitwanderweg in Österreich - aber erstmals als Quasi-Thruhike, nämlich den 02 A vom Salzburger Pongau nach Feldkirch im Rheintal. Nachdem das doch ein schönes Stück ist - an die 540 Kilometer - möchte ich ordentlich Gas geben. Geplant wären derzeit 23 Tage (mit einer gewissen Restflexibilität - früher ankommen ist auch recht :) ), d.h. im Schnitt so 24 km und 1400 hm im Aufstieg am Tag (wobei da bei guten Bedingungen noch etwas Luft nach oben sein müsste). Ein großer Teil davon über der Baumgrenze um die 2000 m.

Der Weitwanderweg 02 A führt den Wanderer auf dem Weg 02 A vom Tappenkarsee in "offiziell" 34 Etappen (bei mir wie gesagt max. 23 Tage geplant) durch die Salzburger Grasberge, die Kitzbühler, Tuxer, Stubaier und Ötztaler Alpen, die Samnaun- und Verwallgruppe sowie zuletzt ebenfalls durch den Rätikon, wo auf der Lindauer Hütte der Zusammenschluss mit der Hauptkammroute erfolgt, nach Feldkirch.

Leider ist die Wegführung im Gegensatz zur Route 02 am Alpenhauptkamm dergestalt, dass man sehr häufig in die Quertäler absteigen muss: ganze 12 Mal, also im Prinzip jeden zweiten Tag, geht's runter und wieder rauf. Dafür aber eine Spazierwanderung (wenn man keine Monstertappen plant) ohne Gletscherberührung und mit sehr wenig hochalpinen Herausforderungen. Aber eher sportlich, dafür ermöglicht es mir auch die (erwünschte) Solotour.
Route des 02 A inkl. Aufstieg zum Tappenkarsee (Quelle: alpenvereinaktiv.com)
Vom Packkonzept her ziele ich diesmal nicht auf eine reine Hüttentour, sondern größtmögliche Flexibilität ab, damit ich nicht von Hütten und Ortschaften abhängig bin, sondern auch mal zwischen Hütten biwakieren kann, wenn spätnachmittags (abhängig von körperlicher Verfassung und wetter natürlich) noch was geht. Auch gibt es einige Male die Möglichkeit, in Biwakschachteln und Notunterkünften zu nächtigen. Auch verlassene Almhütten oder Höhlen lassen sich evtl. auftreiben. Ansonsten bei allerschönstem Wetter natürlich auch unter freiem Himmel.
Höhenprofil des 02 A inkl. Aufstieg zum Tappenkarsee (Quelle: alpenvereinaktiv.com)
Stundenlang auf den Hütten abhängen muss nicht sein und geht auch ins Geld. Also semiautonome Tour, d.h. volle - wenn auch reduzierte - Übernachtungsausrüstung: 3-Jahreszeiten-Schlafsack, Matte, Ponchotarp, Mini-Kocher). Wiegt ohne Poncho, denn der erfüllt auch die Funktion der Regenjacke, ca. 1700 g extra, dazu kommen noch Lebensmittel für durchschnittlich einen autonomen Tag im Rucksack. Trotzdem mehrmals die Woche einkehren, abhängig von den momentanen Rahmenbedingungen (Wetter, Kondi).

Gerade bin ich am finalen Austüfteln der Packliste - die wird demnächst hier präsentiert. Beim Basisgewicht - dem Gewicht des gepackten Rucksacks ohne dem, was am Körper ist, und ohne variablem "Verbrauchsmaterial", komme ich auf ca. 6,4 kg.

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